9:00 bis 10:30 Seminarphase I
Rheumatologische Erkrankungen in der Hausarztpraxis
Welche rheumatologischen Erkrankungen finden Sie häufig und welche selten in der Praxis. Wie komme ich zielgenau zur Diagnose, welche Laborwerte unterstützen und welche Therapie kann ich eigenständig in der Hausarztpraxis beginnen?
Blickdiagnosen – Gemeinsam benennen und behandeln
In diesem kurzweiligen Workshop wollen wir Bilder aus der hausärztlichen Sprechstunde gemeinsam betrachten. Was sehen wir? Woran denken wir? Sind wir sicher genug, direkt zu behandeln? Oder brauchen wir weitere Diagnostik? Wie ist die Behandlung nach aktuellen Leitlinien? So halten wir uns interaktiv auf dem Laufenden zu typischen Beratungsanlässen mit Schwerpunkt auf der-matologischem und pädiatrischem Formenkreis. Eine ideale Vorbereitung auf die Facharztprüfung.
Suizidalität
Im Jahr 2022 starben in Deutschland insgesamt 10.119 Menschen durch Suizid – das waren fast 28 Personen pro Tag (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Suizidalität kann für Behandler:innen eine erhebliche psychosoziale Belastung darstellen.
Wir wollen in diesem Workshop, nach einem kurzen Impulsreferat, in einem Rollenspiel den Umgang mit suizidalen Patient:innen exemplarisch vorstellen, das Hilfesystem kennenlernen und von Ihnen mitgebrachte Fälle in der gemeinsamen Diskussion besprechen.
Unterer Rückenschmerz –
Manualmedizin in der Hausarztpraxis
Die Krankheitslast von unteren Rückenschmerzen ist immens- wie kann man funktionelle Störungen und strukturelle Schäden unterscheiden? Einführung in manualmedizinische Diagnostik- und Therapie – unter Beachtung von red flags. Üben Sie die Untersuchung des unteren Rückens und lernen Sie Behandlungstechniken kennen. Kurze Vorstellung geeigneter Eigenübungen.
Chronische Herzinsuffizienz – leitliniengerecht behandelt
Leitliniengerechte Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz in der allgemeinmedizinischen Praxis.
Werkzeugkasten Modul 4: Das Genie beherrscht das Chaos – Praxisorganisation – Teil 1
Wer kennt das nicht: Montagmorgen, eigentlich scheint alles gut durchdacht. Dann kommt ein Notfall, „sprengt“ die Sprechstunde, etliche Patienten wollen „nur mal eben“ am Tresen eine Kleinigkeit besprechen und der Kollege im Nachbarort hat die Praxis geschlossen.
Ihr seid neu oder noch gar nicht niedergelassen? Bei euch ist der Wurm drin – auch nach längerer Zeit der Niederlassung oder Übernahme einer bestehenden Praxis? Wir wollen euch Hilfestellung geben, eine gut organisierte und durchdachte Sprechstundenplanung zu etablieren. Dazu gehört die Definition von Sprechstundensystemen, wir sprechen über Wartezeiten und die
Vermeidung eben dieser, wir geben Tipps für die Umsetzung einer sinnvollen Terminplanung im Praxisalltag.
Begrifflichkeiten wie Sprechstundenbedarf und Praxisbedarf werden differenziert dargestellt, es geht um delegationsfähige Arbeiten, Sprechstundenorganisation von Arzt und MFA. Wir zeigen, was aus einer Praxis-EDV herausgeholt werden kann und wollen auch die Möglichkeit von Arbeiten mit Checklisten nicht zu kurz kommen lassen.
11:00 bis 12:30 Seminarphase II
Palliativmedizin in der Hausarztpraxis
Oje, meine Patientin wird bald sterben. Welche Unterstützung kann ich im Rahmen der „best supportive care“ anbieten?
Gewaltbetroffene Patientinnen und Patienten in der hausärztlichen Praxis
Basiswissen Trauma und Gewalt; Prävalenz und Dynamik destruktiver Beziehungen und gesundheitliche Folgen für Betroffene inkl. Traumafolgestörungen; „Red Flags“; Informationen zu Gesprächsführung; Handlungsempfehlungen bei Verdacht auf häusliche Gewalt, sexualisierte
Gewalt oder Stalking; Informationen zu Schutz- und Beratungsangeboten in Hamburg und bundesweit.
Vorbereitung auf die Fachgebietsprüfung Allgemeinmedizin
Die Weiterbildungszeit schreitet fort und langsam schwirrt das Wort „Prüfung“ durch den Hinterkopf? Vielleicht rückt sie schon näher und die Fragen häufen sich? Wann sollte ich anfangen, zu lernen? Wie viel Zeit brauche ich denn für welchen Anspruch? Welche Materialien könnte ich zur Prüfungsvorbereitung nutzen? Wie unterscheiden sie sich? Welche passen zu mir? Wie setze ich die richtigen Schwerpunkte? Was hilft mir, mich nicht in Details zu verlieren? Es erwartet euch gesammeltes Wissen aus der Jungen Allgemeinmedizin Hamburg und Deutschland (JADE) - mit vielen hilfreichen Tipps und Tricks für eure Vorbereitung.
Rassismus in der Medizin
Das Seminar bietet eine facettenreiche Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema Rassismus in der Medizin und zeigt auf, wie dieses Problem die medizinische Praxis beeinflusst und das Wohlbefinden und die Gesundheit rassifizierter Menschen beeinträchtigen kann.
Das Seminar bietet somit eine wertvolle Gelegenheit, das Bewusstsein für diese Thematik zu schärfen und das eigene professionelle Handeln entsprechend zu verbessern anhand von anschaulichen Fallbeispielen aus der Vergangenheit und der Gegenwart.
Kleine Chirurgie in der Hausarztpraxis
Vorgestellt und diskutiert werden die Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung häufiger allgemeinchirurgischer Erkrankungen in der hausärztlichen Praxis: Wundmanagement bei akuten, chronischen und infizierten Wunden, therapeutisches Vorgehen bei Abszess, infiziertem Atherom, Unguis incarnatus und Panaritium.
Werkzeugkasten Modul 4: Das Genie beherrscht das Chaos – Praxisorganisation – Teil 2
Wer kennt das nicht: Montagmorgen, eigentlich scheint alles gut durchdacht. Dann kommt ein Notfall, „sprengt“ die Sprechstunde, etliche Patienten wollen „nur mal eben“ am Tresen eine Kleinigkeit besprechen und der Kollege im Nachbarort hat die Praxis geschlossen.
Ihr seid neu oder noch gar nicht niedergelassen? Bei euch ist der Wurm drin – auch nach längerer Zeit der Niederlassung oder Übernahme einer bestehenden Praxis? Wir wollen euch Hilfestellung geben, eine gut organisierte und
durchdachte Sprechstundenplanung zu etablieren. Dazu gehört die Definition von Sprechstundensystemen, wir sprechen über Wartezeiten und die
Vermeidung eben dieser, wir geben Tipps für die Umsetzung einer sinnvollen Terminplanung im Praxisalltag.
Begrifflichkeiten wie Sprechstundenbedarf und Praxisbedarf werden differenziert dargestellt, es geht um delegationsfähige Arbeiten,
Sprechstundenorganisation von Arzt und MFA. Wir zeigen, was aus einer
Praxis-EDV herausgeholt werden kann und wollen auch die Möglichkeit von Arbeiten mit Checklisten nicht zu kurz kommen lassen.
13:30 bis 14:30 Mittagshighlight/Keynote
Mittagsplenum
Weiterbildung Allgemeinmedizin – wie machen‘s andere?
Seit 1999 fördern Krankenkassen und KVen die Weiterbildung Allgemeinmedizin. Allerdings nimmt die Zahl der neuen Facharztanerkennungen in der Allgemeinmedizin gemessen am Bedarf noch viel zu langsam zu. Auf der Suche nach Lösungsansätzen hat der GKV-Spitzenverband ein Gutachten beauftragt, das die Ausbildung von Hausärztinnen und Hausärzten im internationalen Vergleich untersucht. Die Ergebnisse werden vorgestellt.
15:00 bis 16:30 Seminarphase III
Was ist im Rahmen Ihrer Weiterbildung Allgemeinmedizin alles zu beachten?
Gewünscht wird ein reger Austausch zu den Themen:
- Wahlmöglichkeit Weiterbildungsordnung 05 / Weiterbildungsordnung 20 (Unterschiede einfach erklärt)
- Warum benötige ich eine Zeitenbestätigung?
- Brauche ich den Kurs und das
Praktikum in Kinder- u. Jugendmedizin / Chirurgie? - Wann und warum Logbuch/ eLogbuch?
- Ist mein Weiterbilder/ meine Weiterbilderin ausreichend befugt?
- Antrag auf Zulassung zur Prüfung (easy going)!
Hautmykosen – ein akzeptierter Wegbegleiter?
Was für Hautpilze sind relevant, wo siedeln sich Pilzinfektionen an, wer zeigt welche Hautpilze, wie unterscheidet man Hautpilz von anderen Erkrankungen, und wie sollte man die Therapie planen?
Viele Fragen, die in diesem Beitrag adressiert werden sollen, zusammen mit pragmatischen Vorgehensweisen.
Hypertonus. Klare Algorithmen oder steckt der Teufel im Detail?
Schwerpunkte nach Wunsch der Teilnehmer:innen. z.B. Therapiealgorithmus am Beginn der Therapie und bei schwierigen Fällen. Sekundärer Hypertonus. Einstellung im Alter. Risikofaktor oder Krankheit. Aktuelle Nationale Versorgungsleitlinie.
Multiple Sklerose, Parkinson - chronisch neurologisch kranke Patienten beim Hausarzt –
Möglichkeiten und Grenzen
Primär neurologisch kranke Patienten sind besonders in fortgeschrittenen
Stadien in der Versorgungsrealität häufig primär hausärztlich angebunden. Dieses Seminar gibt einen aktualisierten Überblick über moderne Diagnostik- und Therapieprinzipien von M. Parkinson und Multipler Sklerose mit besonderen Akzent auf die symptomatische Therapie von Folgeschäden wie z.B. Spastik oder vermehrten Speichelfluss.
Basics zu Organisation und häufigsten Fällen im KV-Notdienst
Was gehört in die Notdiensttasche – und was nicht? Wie gehe ich im Notdienst evidenzbasiert mit einer hypertensiven Gefahrensituation um? Und wie mit einem fiebernden Kleinkind? Wie nähere ich mich diagnostisch einem unklaren akuten Schwindel? Diesen und ähnlichen Fragestellungen aus dem fahrenden Notdienst werden wir in diesem Seminar nachgehen.
Hands-On Ultraschall
In einer Gruppe mit sechs Ärzt:innen, die bereits Erfahrung in der Abdomen- Sonographie haben(mindestens 50 eigene Untersuchungen), wird unter Anleitung eines Tutors (DEGUM-1) an einem gesunden Modell geübt. Die Fragestellung bzw. Themen kommen aus der Gruppe. Der Workshop ist eine Gelegenheit, die eigene Untersuchungstechnik zu verbessern. Teilnehmer:innen sollten selbst üben wollen (hands-on!) und keinen Vortrag erwarten.